Lesereise im Stöberhaus - Kurt Tucholsky

21.2.2007, Erfurt, Stöberhaus

Die „kleinkunstbrigade“ hatte es sich zum dritten Mal in der gemütlichen Bücherecke des Stöberhauses bequem gemacht. Diesmal war Kaspar Hauser alias Peter Panter alias Theobald Tiger alias Ignaz Wrobel alias Kurt Tucholsky der Grund. In gut anderthalb Stunden stellten Katja Hebenstreit und Sid Eisengurrer verschiedene Texte sowie interessante Aspekte aus dem Leben des Autors vor. Britt Hedrich rundete das Programm mit klassischen Improvisationen ab. Und es hat gefallen.


PS: Beim nächsten Mal (voraussichtlich am 21. Juni) wird's der Heine Heinrich sein. Das Publikum hat's so gewollt.
















SWE Kompakt (Kundenzeitschrift der Erfurter Stadtwerke), Ausgabe 1/07





Kurt Tucholsky: Biografie

09.01.1890 Geburt in Berlin, Sohn eines Bankkaufmannes jüdischer Abstammung
1905 Früher Tod des Vaters, beträchtliches Erbe
1907 Erste Veröffentlichung in der satirische Wochenzeitschrift „ULK“
1909 Abitur, Beginn des Jura-Studiums
1910 Auslandssemester in Wien, Kontakt zu Max Brod und Frank Kafka
1912 „Reinsberg - Ein Bilderbuch für Verliebte“
1913 Engagement bei der „Schaubühne“ (später „Weltbühne“)
1916 Herausgeber der Feldzeitschrift „Der Flieger“
Chefredaktion „ULK“
1919 Gedichtsammlung „Fromme Gesänge“
1920 Artikel für das nationalpopulistische Propagandablatt „Pieron“ (aus finanzieller Not)
Zeitweilige Mitgliedschaft in bzw. Engagement für verschiedene linke Parteien, z.B. USDP
1923 Privatsekretär von Hugo Simon, Senior Chef des Berliner Bankhauses "Bett, Simon & Co.“
1926 Tucholsky lebt vorwiegend in Frankreich
1927 kurzzeitige Leitung der „Weltbühne“
„mit 5 PS“ erscheint
1928 „Das Lächeln der Mona Lisa“ escheint
1929 „Deutschland, Deutschland über alles“ erscheint
1931 ständiger Wohnsitz in Hindås bei Göteborg (Schweden)
„Schloss Gripsholm“ erscheint
1933 Bücherverbrennung und Entzug der Staatsbürgerschaft in Deutschland
20.12.1935 vermutlicher Freitod durch eine Überdosis Schlaftabletten
21.12.1935 verstorben.